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Praktische Tipps für Kroatien: Geld, Verkehr, Strand und mehr

Reisetipps · 5 Min. Lesezeit

Von Maut und Fähren bis zu geschlossenen Geschäften am Sonntag und Badeschuhen: was Sie vor der Reise wissen sollten.

Kroatien ist ein unkompliziertes Reiseland. Sie zahlen mit dem Euro, das Land gehört zur EU, und in den Urlaubsorten sprechen viele Menschen Deutsch oder Englisch. Ein paar Dinge sollten Sie trotzdem vorher wissen. Hier sind sie, nach Themen geordnet.

Geld und Bezahlen

  • Seit 2023 zahlen Sie in Kroatien mit dem Euro. Mit Karte können Sie fast überall bezahlen.
  • Nehmen Sie trotzdem etwas Bargeld mit, für Märkte, Parkautomaten, Strandliegen und kleine Restaurants.
  • Heben Sie Geld an einem Automaten einer Bank ab. Die einzelnen Automaten in den Touristenstraßen verlangen oft hohe Gebühren.
  • Mit einer Karte in Franken wählen Sie am Kartenterminal und am Geldautomaten immer die Zahlung in Euro. Der Umrechnungskurs ist sonst meist schlecht.
  • Trinkgeld ist keine Pflicht. Im Café runden Sie auf, im Restaurant sind etwa 10 Prozent üblich, wenn Sie zufrieden waren.
  • In Ferienwohnungen zahlen Sie die Kurtaxe manchmal extra, pro Person und Nacht. Die Vermieter fragen außerdem nach Ihrem Pass oder Personalausweis, denn jeder Gast muss angemeldet werden.

Grenze und Papiere

  • Kroatien gehört zum Schengen-Raum. Nehmen Sie trotzdem immer Ihren Pass oder Personalausweis mit, denn auch innerhalb des Schengen-Raums kann an der Grenze kontrolliert werden.
  • Zwischen Split und Dubrovnik gehört bei Neum ein kurzes Stück Küste zu Bosnien und Herzegowina. Über die Pelješac-Brücke fahren Sie ohne Grenzkontrolle daran vorbei.
  • Mit dem Mietwagen nach Bosnien und Herzegowina oder Montenegro? Fragen Sie vorher den Vermieter. Sie bekommen dann eine Grüne Karte, oft gegen Aufpreis.
  • Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC, meist auf der Rückseite Ihrer Versichertenkarte) haben Sie Anspruch auf notwendige Behandlungen. Eine Reiseversicherung ist trotzdem sinnvoll. Der Notruf ist 112.

Mit dem Auto

  • Wenn Sie über Österreich und Slowenien fahren, brauchen Sie dort eine Vignette. In Slowenien gibt es sie nur digital (E-Vinjeta). Kroatien selbst hat keine Vignette.
  • Auf den kroatischen Autobahnen zahlen Sie Maut nach Strecke. Sie ziehen an der Auffahrt ein Ticket und zahlen an der Ausfahrt, bar oder mit Karte. Ab März 2027 will Kroatien auf Maut ohne Schranken umstellen. Dann registrieren Sie vorher Ihr Kennzeichen. Prüfen Sie vor der Abfahrt auf hac.hr, wie es zu diesem Zeitpunkt funktioniert.
  • Vom letzten Sonntag im Oktober bis zum letzten Sonntag im März müssen Sie auch tagsüber mit Abblendlicht fahren.
  • Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Fahrer unter 24 Jahren dürfen gar keinen Alkohol trinken.
  • Bei starker Bora, einem kalten und stürmischen Nordostwind, werden einige Straßen und Brücken an der Küste für Wohnwagen, Wohnmobile und Motorräder gesperrt. Aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie auf hak.hr.
  • Die Altstädte von Dubrovnik, Rovinj, Hvar und Korčula sind autofrei, und Parken in der Nähe ist im Sommer teuer. Wählen Sie eine Unterkunft mit Parkplatz, oder lassen Sie das Auto außerhalb des Zentrums stehen.
  • Parken bezahlen Sie am Automaten oder per App. Bezahlen per SMS funktioniert meist nur mit einer kroatischen Telefonnummer.

Ohne Auto

  • Die meisten Fähren gehören zu Jadrolinija. Als Fußgänger finden Sie fast immer einen Platz, mit dem Auto stehen Sie im Juli und August aber manchmal stundenlang an. Kaufen Sie das Ticket online, und seien Sie rechtzeitig am Hafen.
  • Zwischen den Städten ist der Bus meist die beste Wahl. Entlang der Küste gibt es keine Bahnlinie, und nach Dubrovnik fährt überhaupt kein Zug.
  • In Zagreb, Split und Dubrovnik können Sie eine Fahrt über Uber oder Bolt bestellen.

Telefon und Strom

  • Mit einem Vertrag aus der EU telefonieren und surfen Sie in Kroatien zu denselben Preisen wie zu Hause. Mit einem Schweizer Vertrag prüfen Sie vorher die Roaming-Preise.
  • In Bosnien und Herzegowina und in Montenegro gilt das EU-Roaming nicht. Bei Neum und nahe der Grenze wählt Ihr Telefon manchmal ein Netz jenseits der Grenze. Schalten Sie dann das Daten-Roaming aus, oder wählen Sie von Hand ein kroatisches Netz.
  • Die Steckdosen sind dieselben wie in Deutschland und Österreich (230 Volt). Aus der Schweiz brauchen Sie für dreipolige Stecker einen Adapter.

Sonne, Meer und Natur

  • Die meisten Strände sind Kies- oder Felsstrände. Nehmen Sie Badeschuhe mit, denn zwischen den Felsen sitzen oft Seeigel.
  • Das Leitungswasser ist in ganz Kroatien trinkbar. Nehmen Sie eine Flasche zum Nachfüllen mit.
  • Im Juli und August ist es mittags oft über 30 °C. Suchen Sie dann den Schatten, und wandern Sie lieber morgens oder gegen Abend.
  • In Split, Hvar und Dubrovnik kann ein Bußgeld drohen, wenn Sie in Badekleidung oder mit nacktem Oberkörper durch die Stadt gehen. In Kirchen sollten Schultern und Knie bedeckt sein.
  • Tickets für Plitvice kaufen Sie online, für einen festen Tag, eine Uhrzeit und einen Eingang. Für den Sommer kaufen Sie sie am besten frühzeitig.
  • In Plitvice und im Nationalpark Krka ist Baden verboten. In Krka gilt das seit 2021 auch am großen Wasserfall Skradinski buk.
  • Im Sommer ist die Waldbrandgefahr hoch. Machen Sie in der Natur kein Feuer, und werfen Sie keine Zigaretten weg.

Einkaufen und Essen

  • Seit 2023 sind Geschäfte und Supermärkte an den meisten Sonntagen geschlossen. Jedes Geschäft wählt selbst 16 Sonntage im Jahr, an denen es öffnet. Die Shops an Tankstellen haben aber geöffnet. Kaufen Sie für das Wochenende also am Samstag ein.
  • An Feiertagen sind die meisten Geschäfte ebenfalls geschlossen, etwa am 5. und 15. August.
  • Frischen Fisch bezahlen Sie oft nach Kilo. Fragen Sie, wie viel Ihr Fisch wiegt, bevor er auf den Grill kommt.
  • Peka, Fleisch oder Oktopus, langsam gegart unter einer eisernen Glocke mit glühender Asche, müssen Sie oft ein paar Stunden oder einen Tag vorher bestellen.

Ein paar Wörter Kroatisch

In den Urlaubsorten sprechen viele Menschen Deutsch oder Englisch, oft auch Italienisch. Mit ein paar Wörtern Kroatisch machen Sie trotzdem einen guten Eindruck.

  • Dobar dan: Guten Tag
  • Hvala: danke
  • Molim: bitte, auch im Sinne von: gern geschehen
  • Račun, molim: die Rechnung, bitte
  • Živjeli: Prost

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